NRW-DGA verabschiedet Abteilungsordnung

GW Kley ist Motor der NRW-Discgolfer

Altastenberg. Die Fortsetzung der Discgolf-Abteilungsversammlung des Frisbeesport-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen von Marl fand am Samstagabend (8. September) in den Räumlichkeiten des Verkehrsvereins Altastenberg statt. Unter Leitung des Präsidiums von Frisbee NRW, Werner Szybalski (Präsident / DG Lüdinghausen) und Christian Morisse (Geschäftsführer / TV Beckum), verabschiedeten die Vertreter der NRW-Discgolf-Vereine die Abteilungsordnung und diskutierten Anträge und Vorschläge. Der Motor der Entwicklung des Discgolfs ist inzwischen GW Kley. Der Youngster David Strott stellte fünf Anträge und einen umfassenden Anforderungskatalog an NRW-Vereine, die Turniere der GermanTour des Deutschen Frisbee-Sportverbandes (DFV) durchführen, zur Diskussion.

Zwei Gäste, Kevin Konsorr und Sebastian Bolz (beide GW Kley), und die Delegierten der Vereine SV Minden, TV Beckum, DG Niederrhein, DG Lüdinghausen, GW Kley, LFC Laer und GW Marathon Münster verabschiedeten nach intensiver, sehr konstruktiver Diskussion eine Abteilungsordnung für die NRW-Discgolfer. Damit ist – vorbehaltlich der Zustimmung des Landesverbandstages am 25. November in Marl – die Grundlage für die weitere sportliche Entwicklung des Discgolf in Nordrhein-Westfalen gelegt.

Wesentliche Änderung gegenüber dem Antragsentwurf ist die Verdoppelung der Sitzungsanzahl der NRW-DGA von mindestens einer Sitzung auf mindestens zwei jährlichen Treffen der NRW-Delegierten. Nach der Einzelabstimmung jedes Absatzes und der jeweiligen Paragrafen wurde die Abteilungsordnung mit sechs ja-Stimmen bei einer Enthaltung angenommen.

Auf Antrag vom TV Beckum werden die Westdeutschen Discgolf-Meisterschaften ab 2019 immer am ersten Septemberwochenende durchgeführt. Fünf Delegierte votierten dafür und einer enthielt sich. Auf Anregung des Präsidenten wird NRW bei der nächsten DGA-Bundesversammlung beantragen, das erste Septemberwochenende bundesweit für Landesmeisterschaften zu blocken, so dass an diesem Wochenende keine GermanTour-Turniere stattfinden können. Fünf Delegierte unterstützten den Antrag. Ein Vereinsvertreter enthielt sich. Zudem wird NRW beantragen, dass die Ergebnisse der jeweiligen Landesmeisterschaften in die GermanTour-Wertung als B-Turnier einfließen. Bei einer Gegenstimme und fünf Zustimmungen wurde dies gleichfalls beschlossen.

Hintergrund der Anträge ist die Aufwertung der Landesmeisterschaften, so dass zukünftig in NRW vielleicht sogar eine Qualifikation für diese Titelvergabe erforderlich sein könnte.

Auf Antrag von GW Kley empfiehlt die NRW-DGA den Mitgliedsvereinen auf Startgebühren für Junioren bei allen Turnieren zu verzichten. Mit drei Ja-Voten bei einer Nein-Stimme und einer Enthaltung wurde die Resolution verabschiedet.

In einer umfassend Diskussion wurden die von David Strott, Mitglied des GermanTour-Gremiums der Bundes-DGA, im Bericht des NRW-GermanTour-Gremiums vorgeschlagenen Beschlüsse erörtert. Bekräftigt wurde einstimmig der Beschluss, das GermanTour-Turniere in Nordrhein-Westfalen nicht am gleichen Tag angeboten werden sollen. Ein grundsätzliches Verbot für Turnierverantwortliche selbst mitzuspielen, wurde mit 2:4-Stimmen bei Enthaltung abgelehnt. Auch das zwangsweise Anmelden von Turnieren bei der PDGA wurde bei einer Ja-Stimme und sechs Gegenstimmen abgelehnt. Während das Verbot des Vorlesens der Flights vor der ersten Runde keine Mehrheit fand, wurde mit vier Ja-Stimmen, einer Nein-Stimme und zwei Enthaltungen beschlossen, dass die Kurspläne drei Tage vor Eröffnung des Events allen angemeldeten Teilnehmern per Email zugeleitet werden müssen.

Am jedem Turniertag müssen die (Zwischen-)Ergebnisse von den ausrichtenden Vereinen im Internet für jedermann zugänglich veröffentlicht werden. Dies ist allerdings nicht in Form einer abfotografierten Liste zulässig. Dieser Antrag fand die Unterstützung von vier Delegierten, während jeweils Einer dagegen votierte beziehungsweise sich enthielt. Bei Turnieren, die bei der PDGA angemeldet sind, müssen die (Zwischen-)Ergebnisse ebenfalls am Turniertag hochgeladen werden. Drei votierten dafür, jeweils Einer stimmte dagegen, enthielt sich beziehungsweise nahm an der Abstimmung nicht teil.

Die Pflicht zukünftig zumindest die Sieger jeder Division mit einem Pokale, einer Trophäe oder sonstigen Auszeichnungen zu ehren wurde mit vier Nein-Stimmen, einem Ja-Votum und einer Enthaltung abgelehnt, da die ausrichtenden Vereine selbst über die Ehrungen entscheiden sollen.

Grundsätzlich müssen zukünftig alle Turnierausrichter zwei Monate vor ihren GermanTour-Turnieren eine Turnierwebseite ins Netz stellen. Denkbar knapp mit 2:1-Stimmen bei drei Enthaltungen wurde dies beschlossen.

Während die Höchstgrenze von vier Spielern im Flight bei GermanTour-Turnieren eine klare Mehrheit fand, wurde eine konkrete Festlegung auf das Turnierformat eindeutig abgelehnt.