Freestyle-DM in Neukölln

Ilka Simon erneut Deutsche Meisterin

Berlin. Die deutschen Freestyler trafen sich am langen Wochenende in Berlin, um ihre neuen Deutschen Meister zu ermitteln. Die Kölnerin Ika Simon reiste mit einer kleinen Schar aus NRW an, um in Neukölln am Rande des Tempelhof-Flughafengeländes beim zweitgrößten Frisbee-Verein Deutschlands, dem T.i.B., ihren Titel aus dem Vorjahr im Mixed-Pairs zu verteidigen. Trotz neuen Partners gelang es der sympatischen Rheinländerin erneut, einen Freestyle-Titel für Nordrhein-Westfalen zu sichern.

Das Logo der Freestyle-DM in Berlin war auch auf den Teilnehmer-Shirts zu finden.

Das Logo der Freestyle-DM in Berlin war auch auf den Teilnehmer-Shirts zu finden.

In den Finalwettkämpfen am Samstag bei teilweise schwierigen äußeren Bedingungen (Regen, nasser Rasen, böige Winde) wurde in umgekehrter Rangfolge des Ergebnises der Ausscheidung vom Vortag gestatet. Die Bestplatziertesten durften also ganz am Schluss der jeweiligen Division ihre Performance präsentieren, was die Spannung deutlich erhöhte.

In der Mixed-Pairs-Division waren die Italienerin Anna Bragagnolo (Udine) und Mehrdad Hosseinian (Berlin) setzten sich mit einem Punkt Vorsprung (44,4 Punkten) gegenüber Ilka Simon (Köln) und Jan Schreck (Berlin) durch. Diese sind mit 43,4 Punkten jedoch Deutsche Meister, da Anna Bragagnolo als Intalienerin außerhalb der Konkurrenz startete. Auf Platz drei, wiederum nur einen Punkt zurück, Johanna Mathiä – ebenfalls aus Köln – und der Berliner Frederic Finner (42,4) vor Sophie Wolf (München) und Tobias Künzel (Heinsville), die mit 41,6 Punkten Vierter wurden.

Anna Bragagnolo und Mehrdad Hosseinian gewannen in Berlin.

Anna Bragagnolo und Mehrdad Hosseinian gewannen in Berlin.

Das Open Pairs-Halbfinale war mit 18 Paaren stark besetzt. Die Titelverteidiger Florian Hess und Alex Leist aus Karlsruhe dominierten mit 46,7 Punkten, vor Daniel Sorgatz und Sascha Höhne (Berlin, 43,3), Thomas Nötzel und Jan Schreck (Berlin, 42,0) sowie Ilka Simon und Johanna Matthiä (Köln, 37,9). Im zweiten Halbfinale gewannen Mehrdad Hosseinian und Stefan Dünkel (Berlin, 47,2) vor Christian Lamred und Robert Dittrich (Karlsruhe, 44,5), Frederic Finner und Jakub Kostel (Berlin/CZ, 41,6) sowie Benjamin Edelmann und Fabian Dinklage (40,7).

Der zweifache Deutsche Meister und DFV-Abteilungsleiter Florian Hess (Karlsruhe).

Der zweifache Deutsche Meister und DFV-Abteilungsleiter Florian Hess (Karlsruhe).

Im Finale zeigten sich die Titelverteidiger reif für die Weltmeisterschaft Ende Juni in ihrer Heimatstadt. Florian Hess und Alexander Leist hatten die Scheiben total im Griff. Als einziges Team ohne Drop im Run, extrem ausdrucksstark und sensationellen Tricks sicherteen sie sich unangefochen den DM-Titel. Unglaubliche  52,3 Punkten vergab die Jury an die souveränen Titelverteidiger. Auch Rang zwei ging an die Talentschmiede Karlsruhe. Christian Lamred und Robert Dittrich (49,2) verwiesen die Berliner Mehrdad Hosseinian und Stefan Dünkel (48,8) uf Rang drei. Jakub Kostel und Frederic Finner landeten mit 42,3 Punkten auf Rang vier.

Frederic Finner (Berlin) wurde mit Partner Jakub Kostel Vierter in der Open Pairs.

Frederic Finner (Berlin) wurde mit Partner Jakub Kostel Vierter in der Open Pairs.

Sehr eng fiel das Ergenis in der Coop-Division aus. Jeweils drei Freestyler zeigen eine fünfminütige Performance. Die Karlsruher Titelverteidiger  Hess,  Leist und Lamred siegten mit 45 Punkten knapp vor Jan Schreck, Frederic Finner und Sascha Höhne (Berlin, 44,4 Punkte). Auf Platz drei das Trio aus Berlin mit Verstärkung aus der tschechischen Republik: Bianca Strunz, Anton Capellmann und Pavel Baranyk.

Bei der Abteilungsversammlung Freestyle des DFV wurde einstimmig die Freestyle DM 2016 nach Nordrhein-Westfalen vergeben. Sie findet im Rahmen des NRW-Frisbeefestivals an Pfingsten (13. bis 16. Mai 2016) in Münster vor dem dortigen Schloss statt.

Die Finalisten der Freestyle-DM 2015 in Neukölln.

Die Finalisten der Freestyle-DM 2015 in Neukölln.