Lizotte nur vom Weltmeister geschlagen

McBeth war nicht zu bezwingen

Mundaring (Australien). Einige deutsche Discgolfer reisten nach Australien, wo am Wochenende die Aussie Open, das erste PDGA-Major-Turnier des Jahres ausgetragen wurde. Mit dabei der zur Zeit beste Europäer, Simon Lizotte von GW Marathon Münster. Er spielte ein grandioses Turnier und brach mal wieder in die Phalanx der US-Amerikaner ein. Nur Paul McBeth, amtierender PDGA-Weltmeister, war von Simon Lizotte nicht zu schlagen.

simon lizotteIn Mundaring in der Nähe von Perth am südwestlichen Eck Australiens legte der Weltmeister in der ersten der vier Runden den Grundstein für seinen Erfolg. McBeth spiele eine 57, die nur von seinem Landsmann Nathan Doss (56) unterboten wurde. Ein heftiges Gewitter nach zwei Monaten absoluter Trockenheit unterbrach für rund 2,5 Stunden das Turnier. Simon Lizotte von den DiscGolfern Münsterland mochte die Bedingungen nicht. Mit seiner 62er Runde belegte er am ersten Turnierabend lediglich Rang sechs.

Am zweiten Tag hatte sich das erwartete Wetter eingestellt. Lizotte rückte an McBeth heran. Beide spielten eine 53er Runde. Nach der Runde gab es einen Weitwurfwettbewerb. Erneut stellte Simon Lizotte seine Extraklasse unter Beweis und siegte mit 212 Meter.

Am Samstag, dem dritten Turniertag, sicherten sich die beiden Führenden mit einer 52er Runde den Platzrekord. Allerdings war damit auch praktisch die Entscheidung um den ersten PDGA-Major-Tour-Sieg des Jahres gefallen, denn nur wenn Paul McBeth einen schwachen Tag erwischen würde, könnte Simon Lizotte ihm noch den Sieg entreißen.

Souverän wehrte der Amerikaner die Angriffe des Deutschen ab. Lizotte musste mit einer 60 zufrieden sein, während der Weltmeister 59 Würfe benötigte. Mit 33 unter Par belegte der Marathoni mit zwei Würfen Vorsprung vor Richard Wysocki Rang zwei.

Simon Lizotte war zufrieden, wie er bei facebook postete: „Ich bin stolz auf meinen zweiten Platz. Ich hatte die Chance zu gewinnen – ein tolles Gefühl. Gegen den besten Spieler der Welt zu verlieren, ist in Ordnung.