Niedersachsen zieht nach

Dritter Frisbee-Landesverband gegründet

Nach Rheinland-Pfalz, über deren Landesverbandsgründung noch nicht viel bekannt wurde, und Nordrhein-Westfalen hat nun das Nachbarland Niedersachen nachgezogen und den dritten Frisbeesprot-Landesverband im Bereich des Deutschen Frisbeesport-Verbandes (DFV) gegründet.

„Das lief doch schon mal richtig gut!“ Gerd Rosenowski, Ehrenmitglied des DFV und dessen langjähriger Geschäftsführer, war die Erleichterung anzumerken, dass die Gründungs-Versammlung eines niedersächsischen Landesverbands Frisbeesport so reibungslos wie erhofft über die Bühne ging.

Warum ist es überhaupt notwendig, einen solchen Verband zu gründen? Die Voraussetzungen in der Region zwischen Harz und Heide, die mit zwölf fest installierten Parcours als Epizentrum des deutschen Discgolfs gilt sowie zahlreiche Ultimate-Vereine aufweisen kann, müssten doch auch ohne Verband für Frisbeespieler sehr angenehm sein. Rosenowski klärt auf: „Aus sportpolitischer Sicht ist dieser Schritt enorm wichtig, es geht um die Anerkennung als ernstzunehmende Sportart.“ Als Verband sei man ganz anders aufgestellt und könne Förderanträge stellen. Außerdem, und das liegt dem Gifhorner ganz besonders am Herzen, gebe es das Ziel, über den DFV und bundesweite Strukturen in den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) aufgenommen zu werden. „Diese Chance wollen und werden wir nutzen.“

Kein Zufall also, dass sich zeitgleich zur Veranstaltung in der Gifhorner Flutmulde in Nordrhein-Westfalen ein Verband konstituierte, Rheinland-Pfalz hatte schon zuvor den Anfang gemacht. Auch in anderen Bundesländern sind die Dinge im Fluss, es herrscht Aufbruchstimmung. „Es fühlt sich einfach gut an, bei einer so historischen Sache wie einer Gründungsversammlung teilzunehmen“, beschrieb Jörg Schiemann seine Gefühle, die von vielen geteilt wurden.

In Anwesenheit des Gifhorner Bürgermeisters Matthias Nerlich zeigte sich schnell, dass die niedersächsischen Scheibensportler an einem Strang ziehen. Egal ob Ultimater oder Discgolfer, die Begeisterung für die runden Flugobjekte ist allen gemeinsam. So dauerte es nach der Verabschiedung der Satzung nicht lange, bis das erste Präsidium des Niedersächsischen Frisbeesport-Verbands feststand. Es setzt sich zusammen aus dem Präsidenten Gerd Rosenowski (2.v.r.), den Braunschweigern Utz Spaeth (Vizepräsident, links) und Hans Schulenburg (Geschäftsführer, rechts) sowie Stephan Mesel aus Helmstedt (2.v.l.), der künftig für die Finanzen verantwortlich zeichnet.vorstand_lvns

Anschließend wurde je ein Vorstand für die Abteilungen Ultimate und Disc-Golf gewählt, folgende Personen gehören den Gremien an:
Ultimate: Sascha Bambach (BS), Eike Henning Bruns (GF), André Biedermann (Wathlingen)
Discgolf: Stephan Mesel (HE), Jörg Schiemann (GF), Daniel Mohwinkel, Stefan Brandes (beide WOB)